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Impuls für die Woche 4.6.2023

Wochenimpuls-Bild-230604 (c) Edith Furtmann
Wochenimpuls-Bild-230604
Datum:
So. 4. Juni 2023
Von:
Edith Furtmann

2 Kor 13,11

„Schwestern und Brüder,
freut euch,
kehrt zur Ordnung zurück,
lasst euch ermahnen,
seid eines Sinnes,
haltet Frieden!
Dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.“


Die Gemeinde in Korinth: immer mal wieder gab es Krach, immer mal wieder kamen Unruhestifter, die gegen den Gründer der Gemeinde, Paulus, agierten. Gleichzeitig lag Paulus diese Gemeinde besonders am Herzen. Diesen Brief schrieb er in der Hoffnung, die Gemeinde wieder vereinen zu können.
Wenn ich mir heute die Kirche anschaue, also die Gemeinschaft derer, die sich Christen nennen, dann ist von dieser Einheit und Ordnung wenig zu spüren. Das Vorbild Jesu, seine Botschaft, spielt nur noch eine Nebenrolle, man definiert für sich, wer der Nächste ist (also bitte nur jemand, der mir auch in den Kram passt) und glaubt, Nächstenliebe und Bewahrung der Schöpfung und überhaupt Christsein ist etwas, was nur gilt, wenn es einem in den Kram passt und nichts abverlangt.
Wir hängen an Strukturen fest, an überkommenen Menschenbildern und versuchen, unser eigenes Leben vor all dem Bösen da draußen zu schützen – und merken hinter unseren Barrikaden gar nicht, dass es Jesus ist, der an unsere Tür klopft. Wir rennen irgendwelchen Heilstiftern hinterher, die uns ein besseres Leben versprechen, und entfernen uns aus der Nachfolge, die eben nicht ein bequemes Leben verspricht, sondern eher ein unbequemes: dass aber in der Gemeinschaft miteinander dennoch gut sein wird: wenn wir denn eines Sinnes sind und Frieden halten.
Wie halte ich es mit meinem Christsein und dem der anderen? Versuchen wir doch diese Woche einmal, Frieden zu halten, echten Frieden, der nicht darauf beruht, dass wir unseren Mund halten, sondern dass wir versuchen, miteinander und nicht gegeneinander durchs Leben zu gehen.